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Implementierung von IFRS 17 Versicherungsverträge

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25 February 2020

IFRS 17 ist der erste umfassende und wirklich internationale IFRS-Standard, der die Bilanzierung von Versicherungsverträgen aus Sicht der Versicherungsgesellschaften festlegt. Er ersetzt den Übergangsstandard IFRS 4. IFRS 4 enthielt keine Vorgaben dazu, wie Versicherungsverträge anzusetzen sind, sondern erlaubt es den Versicherern, die von ihnen abgeschlossenen Versicherungsverträge nach den in ihrem Land geltenden Rechnungslegungsstandards oder daran angelehnten Anforderungen auszuweisen.

IFRS 17 stellt eine grundlegende Änderung für Versicherungsgesellschaften dar, die längst nicht nur Finanz- und versicherungsmathematische Teams betrifft. Sie wird sich auf die Prozesse, Mitarbeiter und Technologien der Versicherer auswirken und zahlreiche Arbeitsabläufe und Zuständigkeiten umkrempeln. 

Angesichts der Dimensionen dieser Revolution, der mit ihr verbundenen Kosten und des Risikos, das ein ineffizienter Wechsel für das Unternehmen birgt, ist ein durchdachter Umstellungsfahrplan entscheidend. 

Betroffene Branchen

Gemäß der im Versicherungswesen gängigen Einteilung fallen vier große Kategorien von Versicherungsunternehmen in den Anwendungsbereich von IFRS 17: 

  1. Sach- und Unfallversicherer
  2. Lebens- und Krankenversicherer
  3. Mehrspartenversicherer
  4. Rückversicherer

Banken und Investmentfirmen mit bedeutenden Versicherungsgeschäften, wie z. B. Bankengruppen mit Versicherungsgesellschaften als Tochterunternehmen, sind im selben Maß von IFRS 17 betroffen wie reine Versicherungsgesellschaften. 

Zur Umstellung auf IFRS 17 werden viele Versicherer neue Informationen erfassen und Änderungen an ihren Finanzsystemen vornehmen müssen. Ein hoher Zeit-, Arbeits- und Kostenaufwand ist für diese Umstellungsaufgaben zu erwarten.

Generell fallen bei jedem neuen IFRS-Standard die Umstellungskosten je nach dem Land, in dem ein Unternehmen tätig ist, und seiner bestehenden Risikomanagement- und Versicherungsbilanzierungspraxis unterschiedlich aus. Bei IFRS 17 sind diese Unterschiede noch ausgeprägter, da aufgrund des breiten Spektrums bestehender Bilanzierungsregeln für Versicherungen, die im Rahmen von IFRS 4 angewendet werden, das bei der Umstellung auf die neuen Bilanzierungsvorgaben für Versicherungsverträge zu überwindende Gefälle von Versicherer zu Versicherer variiert.

Unerlässlich: die Einbindung des Finanzteams

Aufgrund der Komplexität der Umstellung auf IFRS 17 muss das Finanzteam eine tragende Rolle übernehmen. Das Finanzteam kann sicherstellen, dass die Umstellung effizient abläuft, und auftretende Risiken identifizieren und abstellen.

Die Einbeziehung des Finanzteams sollte sich über den gesamten ‚Lebenszyklus‘ von IFRS 17 erstrecken, einschließlich folgender Aspekte:

  • Finanzstrategie des Konzerns 
  • Projektsteuerung 
  • Zentrale Systemveränderungen
  • Wissensmanagement und Mitarbeiterschulung
  • Management und Tests von Prozessänderungen

Integrierte Berichterstellung und Compliance zur Senkung der Umstellungskosten

Indem Sie für den Umstieg auf IFRS 17 eine Plattform für die integrierte Berichterstellung und Compliance nutzen, senken Sie Ihre Umstellungskosten dank folgender Vorteile: 

  • Verbesserte Analyse von Daten mit ausreichender Abstufung, um einheitliche Vertragsgruppen gemäß den Anforderungen von IFRS 17 zu identifizieren und beizubehalten
  • Rückverfolgung von Informationen über Abschlussdaten und den Deckungszeitraum dieser Vertragsgruppen 
  • Ermittlung der vertraglichen Servicemarge, der aufgelaufenen Zinsen auf die vertragliche Servicemarge und der vertraglichen Servicemarge für die einzelnen Vertragsgruppen auf der Gewinn- oder Verlustseite 
  • Speicherung von Informationen über vergangene, aktuelle und künftige Zahlungsströme, Abzinsungssätze und Risikoanpassungen für jede Vertragsgruppe
  • Reduziertes Risiko bei der Verwendung versicherungsmathematischer Techniken zur Bestimmung von wahrscheinlichkeitsgewichteten Zahlungsströmen, von Abzinsungssätzen, die die Merkmale dieser Zahlungsströme abbilden, und von Risikoanpassungen, die die Unsicherheit hinsichtlich des Zeitpunkts und der Höhe der Zahlungsströme widerspiegeln 
  • Annahmen zu Zahlungsströmen, Abzinsungssätzen und Risiken zu jedem Bilanzstichtag 
  • Versicherungsmathematische Angaben und dokumentierte Annahmen

Verlieren Sie keine Zeit

Europäische Versicherer haben die Forderung der Europäische Beratungsgruppe zur Rechnungslegung (EFRAG) zur Kenntnis genommen, den Zeitpunkt des Inkrafttretens auf den 1. Januar 2023 zu verschieben. Zahlreiche Versicherer haben angegeben, dass sie keinen Grund für eine frühzeitige Umstellung auf IFRS 17 sehen, selbst wenn sie bereits IFRS 9 und IFRS 15 anwenden. 

Viele Unternehmen sind sich der zusätzlichen Komplexität bewusst, die mit der Umstellung auf IFRS 17 verbunden ist, und haben begonnen, ihre Daten, ihre Governance und ihr Geschäftsmodell vor dem Datum des Inkrafttretens zu überprüfen, um einen erfolgreichen Wechsel sicherzustellen.

Vereinbaren Sie eine Demo der Workiva-Plattform, um sich davon zu überzeugen, warum immer mehr Unternehmen auf integrierte Berichterstellung und Compliance setzen, um den Umstieg auf IFRS 17 erfolgreich zu meistern.

Über den Autor

Conor verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung als Senior Finance Executive für multinationale Unternehmen. Er ist Fellow des Institute of Chartered Accountants in Irland (FCA). Von 2002 bis 2005 war er außerdem Mitglied des Rates am Institute of Chartered Accountants in Irland.

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